Für diese Frage gibt es keine Faustregel, die trägt — aber eine Rechnung, die jeder mit drei Angaben selbst durchführen kann. Sie ist der Grund, warum viele gekaufte Frostwächter im Januar versagen.
Die Rechnung
Der Wärmebedarf ergibt sich aus Hüllfläche × U-Wert × Temperaturdifferenz. Die Hüllfläche sind alle Wände plus Dach in Quadratmetern. Der U-Wert beschreibt, wie viel Wärme das Material je Quadratmeter und Grad Unterschied durchlässt. Die Temperaturdifferenz ist die Spanne zwischen gewünschter Innen- und angenommener Außentemperatur.
Ein freistehendes Gewächshaus von zwei mal drei Metern hat eine Hüllfläche von rund 22 Quadratmetern. Wer es bei minus zehn Grad Außentemperatur auf plus fünf Grad halten will, rechnet mit einer Differenz von 15 Kelvin.
Zwei Stellschrauben, bevor man Leistung kauft
Die Rechnung zeigt zugleich, wo man ansetzen sollte. Die Zieltemperatur geht linear ein: Wer statt fünf Grad nur zwei anpeilt, senkt den Bedarf um ein Fünftel. Für die meisten Kübelpflanzen genügt Frostfreiheit; Anzucht braucht dagegen zwölf Grad und damit fast die doppelte Leistung.
Und die Hüllfläche lässt sich verkleinern. Wer nur einen Teil des Hauses überwintert und diesen Bereich mit einer Folienwand abtrennt, heizt statt 22 Quadratmetern Hülle vielleicht acht — und braucht ein Drittel der Leistung.










