Die zehn Becher im Vergleich lassen sich nach einer einzigen Frage ordnen: Muss das Kind saugen, damit etwas kommt?
Offene Becher haben keinen Deckel und kein Ventil. Das Kind lernt, den Becher zu kippen und die Flüssigkeit mit der Oberlippe zu dosieren. Drei Angebote im Vergleich sind offen, eines davon mit schräger Form, damit das Kind trinken kann, ohne den Kopf zurückzulegen.
Schnabelbecher haben einen harten oder weichen Aufsatz, meist mit Ventil. Das Kind nimmt den Schnabel in den Mund und saugt oder beißt, um das Ventil zu öffnen. Zwei Angebote arbeiten so, ein drittes hat einen abnehmbaren Schnabeldeckel, sodass es auch als offener Becher genutzt werden kann.
Strohhalmbecher haben einen oft beschwerten Halm, der der Flüssigkeit folgt. Hier ist die Ventilfrage entscheidend: Einer im Vergleich wirbt ausdrücklich damit, kein Ventil zu haben, einer arbeitet mit Zwei-Wege-Ventil, ein dritter nennt sich auslaufsicher, ohne das Prinzip zu erklären.
Becher mit 360-Grad-Rand sehen aus wie ein offener Becher, haben aber eine Silikonscheibe, die sich nur öffnet, wenn das Kind mit den Lippen am Rand saugt. Wer das Wort „ohne Saugen“ sucht, landet oft bei ihnen. Tatsächlich verlangen sie einen Unterdruck — weniger als ein Schnabel, aber mehr als ein offener Becher.
Unsere Einschätzung: Für das eigentliche Trinkenlernen ist der offene Becher das Werkzeug. Alles andere ist Zubehör für Situationen, in denen Kleckern nicht geht.










