Die Leistungsangabe ist in dieser Kategorie die auffälligste Zahl auf der Verpackung — und die mit dem geringsten Aussagewert.
Was der Motor überhaupt tut
Bei einer Zitruspresse dreht der Motor den Presskegel. Die Presskraft kommt von woanders: bei einfachen Geräten von der Hand, die die Frucht aufdrückt, bei Hebelpressen von einem Gelenkarm mit Übersetzung. Der Motor muss also nicht viel Kraft aufbringen — er muss nur unter der aufgebrachten Kraft weiterdrehen, statt stehen zu bleiben.
Daraus folgt die Systematik: Hebelpressen brauchen mehr Motorleistung, weil ein Hebel deutlich höhere Kräfte erzeugt als eine Hand. Kegelpressen ohne Hebel kommen mit einem Bruchteil aus.
Woran sich die Qualität tatsächlich zeigt
Drei Merkmale sagen mehr aus als jede Leistungsangabe. Die Kegelform — geriffelte Kegel greifen das Fruchtfleisch besser als glatte. Die Siebweite, die darüber entscheidet, wie viel Fruchtfleisch durchkommt und ob sich das Sieb zusetzt. Und ob der Kegel die Richtung wechselt, wozu der nächste Abschnitt kommt.
Bei Hebelpressen zählt zusätzlich die Stabilität des Gelenkarms und ob das Gerät beim Herunterdrücken auf der Arbeitsplatte stehen bleibt. Ein leichtes Gerät mit langem Hebel wandert.










