Die wichtigste Unterscheidung dieser Kategorie, und die am schlechtesten kommunizierte. Zwei Kennzahlen beschreiben einen Hochdruckreiniger, und sie tun grundverschiedene Dinge.
Der Druck löst, die Wassermenge trägt fort
Der Druck in bar bestimmt, wie fest die Verbindung zwischen Schmutz und Untergrund sein darf, damit sie sich noch lösen lässt. Angetrocknete Erde geht bei 100 bar ab, festsitzendes Moos in Fugen braucht mehr.
Die Fördermenge in Litern pro Stunde bestimmt, wie viel Fläche in derselben Zeit fertig wird. Denn der gelöste Schmutz muss weggespült werden, und dafür braucht es Wassermenge. Ein Gerät mit 500 Litern pro Stunde arbeitet eine Terrasse deutlich schneller ab als eines mit 350 — bei identischem Druck.
Ein Befund aus dieser Erhebung
Bei der Zusammenstellung dieses Vergleichs fiel eine Systematik auf, die man kennen sollte: Neun der zehn verglichenen Geräte nennen den Druck in bar in der Produktbeschreibung. Die Fördermenge nennen drei. Beworben wird also durchgehend die Zahl, die weniger über die Arbeitsgeschwindigkeit aussagt.
Das ist nachvollziehbar, denn bar-Werte klingen beeindruckender und lassen sich leichter steigern als Fördermengen — die hängen an der Pumpe und damit an Kosten. Für den Käufer heißt es aber: Wer vergleichen will, muss die Angabe im technischen Datenblatt des Herstellers suchen, nicht in der Produktbeschreibung.
Manche Hersteller nennen zusätzlich die Flächenleistung in Quadratmetern pro Stunde. Das ist die brauchbarste Angabe überhaupt, weil sie beide Größen zusammenfasst — sie ist allerdings noch seltener zu finden.
Warum mehr bar nicht immer besser ist
Ab einem gewissen Punkt richtet Druck Schaden an, statt zu reinigen. Bei 200 bar aus kurzer Entfernung reißt weiches Holz auf, spült Fugenmörtel aus und dringt unter Fassadenputz. Ein Gerät mit sehr hohem Druck und ohne Regelung ist deshalb nicht das flexiblere, sondern das riskantere. Regelbarer Druck ist wertvoller als hoher Druck.










