Vier Bauarten teilen sich den Markt, und sie unterscheiden sich stärker voneinander als die Modelle innerhalb einer Bauart. Die Wahl der Bauart ist deshalb die erste und wichtigste Entscheidung.
Bügelschloss
Ein durchgehender Bügel aus gehärtetem Stahl, im Schlosskörper meist doppelt verriegelt. Weil es keine Gelenke und keine Nieten gibt, ist diese Bauart die widerstandsfähigste — es gibt schlicht weniger Stellen, an denen ein Werkzeug ansetzen kann. Der Preis dafür ist Starrheit: Das Bügelmaß entscheidet, woran sich das Rad überhaupt anschließen lässt. An dicken Laternenmasten oder breiten Geländern scheitern kompakte Bügel regelmäßig.
Faltschloss
Mehrere flache Stahlstäbe, durch Nieten gelenkig verbunden, zusammengeklappt kaum größer als eine Handfläche. Der Kompromiss ist deutlich: Man gewinnt Flexibilität und Packmaß, verliert aber an den Gelenken. Jede Nietverbindung ist eine Stelle, die aufgehebelt oder aufgebohrt werden kann, und keine erreicht die Stabilität eines durchgehenden Bügels.
Kettenschloss
Gehärtete Kettenglieder in einer Textilhülle, meist 90 bis 120 Zentimeter lang. Die Bauart erreicht bei ausreichender Gliedstärke das Sicherheitsniveau guter Bügelschlösser und schließt dabei an fast jedes Objekt an. Der Nachteil steht auf der Waage: Eine Kette mit zehn Millimeter starken Gliedern wiegt mehr als zwei Kilogramm. Das trägt niemand täglich mit sich.
Kabel- und Spiralschloss
Die meistverkaufte und die schwächste Bauart. Ein Stahlseil, auch ein dickes, lässt sich mit einem gewöhnlichen Seitenschneider in Sekunden durchtrennen — leise und ohne Aufsehen. Kabelschlösser sind deshalb in diesem Vergleich nicht enthalten: Sie halten einen Gelegenheitsdieb allenfalls davon ab, das Rad im Vorbeigehen mitzunehmen.










