Die Kennwerte, mit denen diese Geräte verglichen werden, taugen kaum zur Unterscheidung. Im gesamten Feld liegen die Tanks zwischen vier und viereinhalb Litern, die Dampfzeiten zwischen siebzig und achtzig Minuten, die Leistungsaufnahmen zwischen 2.000 und 2.300 Watt. Das sind Unterschiede im einstelligen Prozentbereich, und sie entscheiden nicht darüber, ob eine Renovierung gelingt.
Was tatsächlich entscheidet, ist eine Frage, die vor dem Kauf steht: Was klebt an der Wand, und worauf klebt es?
Zwei Fälle in dieser Matrix sind für die Kaufentscheidung wichtiger als jedes Datenblatt. Der erste steht ganz oben: Vliestapeten lassen sich trocken abziehen. Sie bestehen aus einem Faservlies, das beim Anbringen nicht eingeweicht wird — der Kleister kommt an die Wand, nicht auf die Bahn. Deshalb bleibt die Bahn stabil und lässt sich später an einer Ecke anheben und in einem Stück von der Wand ziehen. Wer eine Vliestapete hat und ein Dampfgerät kauft, kauft Ausrüstung für ein Problem, das er nicht hat.
Der zweite Fall steht rechts unten: Auf Gipskarton ist anhaltender Dampf keine gute Idee. Warum, steht im nächsten Abschnitt — es ist der wichtigste Vorbehalt gegen diese Gerätegattung, und kein Hersteller im Vergleichsfeld weist in seinen Produktangaben darauf hin.
Bleibt der Bereich, in dem ein Dampfgerät wirklich hilft: mehrlagige, überstrichene oder wasserabweisende Tapeten auf massivem Untergrund. Dort spart es gegenüber dem Einweichen erheblich Zeit — und dort lohnt sich dann auch der Blick auf Plattengröße und Schlauchlänge.








