Wie ein Hub den Strom verteilt — und warum das die Kaufentscheidung bestimmt
Ein USB-Hub ist im Kern ein Verteiler mit einem Controller. Der Controller meldet sich beim Rechner an, verwaltet die angeschlossenen Geräte und teilt die Bandbreite der einen Leitung zum Rechner unter ihnen auf. Der Strom dagegen kommt entweder vom Rechner oder aus dem Netzteil — und daran hängt, ob das Gerät im Alltag zuverlässig arbeitet.
Beim aktiven Hub übernimmt das Netzteil die Versorgung der Ports. Das entkoppelt zwei Dinge, die sonst zusammenhängen: Wie viele Geräte Sie anschließen und wie viel Strom Ihr Rechner an diesem einen Anschluss abgeben kann. Genau deshalb ist ein aktiver Hub die Lösung für Festplatten, Kartenleser und Ladeanschlüsse — und für einfache Peripherie überflüssiger Aufwand.
Die Kriterien, die im Alltag zählen
Netzteilleistung je Port
Teilen Sie die Wattzahl des Netzteils durch die Portzahl. Unter 3 Watt je Port wird es bei stromhungrigen Geräten eng, ab 4,5 Watt ist der Vollausbau rechnerisch gedeckt.
Ersetzbares Netzteil
Das häufigste Ausfallteil. Sind Spannung und Polarität aufgedruckt, lässt es sich einzeln nachkaufen — sonst ist der Defekt das Ende des ganzen Geräts.
Gehäusematerial
Aluminium leitet die Abwärme ab, Kunststoff staut sie. Bei Dauerbetrieb entscheidet das über die Lebensdauer — ein Effekt, der sich erst nach Monaten zeigt.
Kabellänge
Übliche 20 bis 30 Zentimeter zwingen den Hub neben den Rechner. 1 bis 1,2 Meter erlauben eine freie Platzierung auf dem Schreibtisch.
Getrennter Ladepfad
Ein dedizierter Ladeport zieht seinen Strom nicht aus dem Budget der Datenports. Ohne diese Trennung stört ein ladendes Telefon die Festplatte daneben.
Angabe in Gigabit
Verlassen Sie sich nicht auf „USB 3.2". Nur die Zahl in Gigabit pro Sekunde sagt, ob Sie 5, 10 oder 20 bekommen.
In vier Schritten zur passenden Wahl
Geräte auflisten, die gleichzeitig laufen sollen
Nicht alles, was Sie besitzen — nur das, was zeitgleich angeschlossen und aktiv ist. Diese Zahl bestimmt die nötige Portzahl, alles darüber ist Reserve.
Entscheiden, ob Geräte ohne eigene Stromversorgung dabei sind
Externe Festplatten, Kartenleser, ladende Telefone. Wenn nein, reicht ein passiver Hub und Sie sparen die Anschaffung.
Netzteilleistung gegen Portzahl prüfen
Vier Komma fünf Watt je USB-3.0-Port als Vollbedarf ansetzen. Liegt das Netzteil deutlich darunter, brauchen Sie Einzelschalter, um die Bilanz zu steuern.
Aufstellort messen, bevor Sie bestellen
Kabellänge zum Rechner, Platz für das Gehäuse, freie Steckdose in Reichweite. Ein Hub, der nicht dorthin passt, wo er gebraucht wird, bleibt in der Schublade.
Woran Sie ein schwaches Angebot erkennen: Fehlt die Wattzahl des Netzteils in den technischen Daten, ist sie meist niedrig. Wird nur „USB 3.2" ohne Zahlenangabe genannt, sind es fast immer 5 Gbit/s. Zehn Ports bei einem Netzteil unter 20 Watt sind eine rechnerisch leere Zusage. Und ein fest angeschlagenes Netzkabel ohne aufgedruckte Spannungswerte bedeutet: Bei einem Netzteildefekt ist das Gerät Elektroschrott.
Für den Einstieg: Wer zum ersten Mal von einem passiven auf einen aktiven Hub wechselt, fährt mit sieben Ports, einem Netzteil ab 24 Watt und Einzelschaltern am besten. Diese Kombination deckt den typischen Schreibtisch ab, lässt Reserve für ein zusätzliches Speichermedium und kostet deutlich weniger als die großen Zehn-Port-Modelle, deren Anschlüsse in den meisten Haushalten ungenutzt bleiben.